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Ferienfreizeit nach St. Peter-Ording

16.07.-26.07.2018

Pünktlich um kurz nach 9.00 Uhr am Montagmorgen starten vier Betreuer gemeinsam mit 20 motivierten Kindern in einem modernen, gelben Reisebus Richtung Norden, nach St.Peter Ording in das Ev. Jugenderholungsdorf. Die Anreise war lang, überall Stau auf den Autobahnen. Nach 9 Stunden erreichte die fröhliche Truppe ihr Reiseziel. Sie wurden von der „ Vorhut“ in Empfang genommen, welche bereits die Betten bezogen haben und das Abendessen vorbereitet haben. Nach dem Essen und einer kurzen Inspizierung der Gemächer, ging es an den Strand. Dort konnte sich Groß und Klein auf dem Spielplatz austoben. Mehr oder weniger erschöpft ging es danach ins Bett. Durch kräftiges Schlagen mit einem Löffel gegen eine Teekanne erwachte das Haus Störtebeker um 7.00 Uhr zum Leben. Am Vormittag hieß es, sich auf eine Expedition zu Wasser vorzubereiten. Nachdem die Lunchpakete nach dem Frühstück gepackt waren, ging es los nach Tönning. Der Weg wurde entweder mit dem Auto oder mit dem Zug zurückgelegt, allerdings der Fußmarsch zum Bahnhof war auch nicht so nah. Dann ging es aufs Schiff. Während der Fahrt wurde ein Fangnetz ausgeworfen und der Kleintierfang wurde in eine Schüssel entleert. Nun erklärte man die unterschiedlichen Tierarten und die meisten Kinder hörten interessiert zu. Auf den Seehundsbänken, die wir passierten, lagen zahlreiche Robben, die sich auch durch das Schiff nicht stören ließen. Das Einfahren des Schiffes in die Schleuse am Eidersperrwerk ließ sich ganz vorne auf dem Schiff sehr schön miterleben. Schon auf der Rückfahrt mit Schiff, Bahn oder Auto freuten sich die Kinder auf das Abendessen. Der Abend wurde genutzt, um draußen zu spielen und sich kennenzulernen. Am nächsten Tag ging es zum Wattforum, also wieder nach Tönning mit Auto oder Bahn. Ein interaktives Museum rund um alles, was das Meer und das Watt zu bieten hat, beschäftigte die Kinder. Sie bekamen einen Ralleybogen und erst nach erfolgreicher, vollständiger Bearbeitung, durfte draußen auf dem riesigen Spielplatz getobt werden. Am Abend erwartete uns ein „ Hexenabend“. Das Abendessen wurde draußen gereicht und es wurde Stockbrot am Lagerfeuer gebraten. Die Gruselgeschichten, die ein Mitarbeiter des Jugenddorfes vorlas, waren eher nicht so passend, denn es war noch hell, die Kinder anderer Häuser tobten um uns herum und der junge Mann hatte Schwierigkeiten zu lesen. So wurde aus dem Gruseln eher eine Spaßaktion. Der nächste Tag begann nach dem Frühstück und dem Zimmeraufräumen mit einem Großgruppenspiel. Dazu mussten sie Kinder an verschiedenen Stationen Aufgaben erfüllen oder Dinge beschaffen. Die Betreuer saßen für die Kinder nicht erkennbar an versteckten Positionen. Den ganzen Vormittag waren sie beschäftigt, bis auch die letzte Aufgabe erfüllt war. Eine moderne Form von Schnitzeljagd. Inzwischen hatten sich alle Kinder daran gewöhnt, dass es weder Fernsehen, noch playstation und auch kein Handy gab. Also, was sollten sie auch machen als zusammen zu spielen. Erweckt durch kölsche Klänge, erscheinen alle Kinder zum Frühstück. Eine Gruppe der Kinder fährt heute zum Phänomania, ein interaktives Museum, auf Technik ausgelegt. Kann man doch ein Auto alleine mit Muskelkraft anheben. Die andere Gruppe war im Jugenddorf zum Minigolf angetreten. In kleinen, kontrollierbaren Gruppen bemühten sie sich, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Nach der Mittagspause galt es, das Hexenabitur zu bestehen. Eine Vielzahl von Aufgaben mussten gelöst werden und der Nachmittag verging sehr lustig. Abends war Disco angesagt in der Aula, es gab eine Tüte Popcorn und ein Getränk umsonst und dann wurde ordentlich gefeiert. Am nächsten Tag teilten wir die Gruppen in ältere und jüngere Kinder. Die Kleineren besuchten den Westküstenpark, bestaunten die Tiere und halfen beim Entmisten der Ställe. Auch Tiere striegeln war angesagt. Die Fütterung der Robben und das anschließende Spielen auf dem Spielplatz brachten viel Spaß. Die Älteren fuhren mit 4 Betreuern nach Laboe, also rüber an die Ostsee. Ein U-Boot erregte ihre Aufmerksamkeit, denn es ist noch original aus dem 2. Weltkrieg und konnte besichtigt werden. Am Ehrendenkmal staunten sie nicht schlecht über die hohe Anzahl an gesunkenen Schiffen in den beiden letzten Weltkriegen. Vom Turm hatten wir einen sehr schönen Ausblick über die Bucht. In der Gedenkstätte waren sie leise und andächtig. Nie wieder Krieg. Die Ausstellung der Kriegsschiffe fand nur kurze Aufmerksamkeit. Danach gingen wir in der Ostsee baden. Der Strand war direkt in Nähe der Straße, also ganz anders, wie an der Nordsee. Da das Wetter sehr warm war genossen wir die Zeit und auf dem Heimweg freuten sie sich schon aufs Abendessen. Am nächsten Tag besuchten wir das Wellenbad in St. Peter Ording. Der Weg über den Deich zieht sich und man braucht fast 40 Minuten. Aber die Kinder waren inzwischen das Laufen gewöhnt. Auf der Reifenrutsche, der Turborutsche oder dem Wildbach, die Kinder hatten Spaß. Die Wellen, die jede halbe Stunde angemacht werden, waren die Attraktion. Nachmittags wurden wieder rund ums Haus Spiele veranstaltet. Auch die nächsten Tage vergingen mit Spielen, Besuch des Dorffestes, Freizeit auf dem Gelände, bummeln in St.Peter Ording, Tischtennisturnier wie im Flug. Die Heimreise nahte und der Bus erreichte Rösrath recht pünktlich. Es bleibt eine schöne Erinnerung für alle Beteiligten.

28. Juli 2018 11:49 Uhr. Alter: 142 Tage